When the work doesn't feel like yours, even though you showed up fully
Letzten Monat verbrachte ich einen ganzen Nachmittag damit, in einem Viertel zu fotografieren, das ich seit Jahren erkunden wollte. Enge Durchgänge, überall Baugerüste, Menschenmengen, die sich nicht lichteten. Ich passte mich weiter an, suchte weiter nach Winkeln, arbeitete weiter. Stundenlang davon.
Als ich später die Bilder durchgesehen habe, kam etwas falsch rüber. Die Fotos waren nicht schlecht. Einige hatten echte Textur, echtes Leben in ihnen. Aber der Kern der Arbeit fühlte sich nicht wie meins an. Zu viele Kompromisse, die durch die Bedingungen erzwungen wurden. Zu viele Aufnahmen, bei denen ich reagierte statt zu sehen. Ich weiß, dass die Einschränkungen real waren, ich weiß, dass ich mein Bestes mit dem, was vor mir lag, gegeben habe. Und doch habe ich den Ordner seitdem vermieden.
Was mich beunruhigt, ist, dass die Lücke nicht zwischen gut und schlecht liegt. Sie liegt zwischen dem, was ich gemacht habe, und dem, was ich als meine eigene Stimme erkenne. Diese Lücke erzeugt eine Art Blockade, mit der ich nicht gerechnet hatte. Nicht ein Mangel an Motivation, eher ein Verlust des Vertrauens in mein eigenes Auge.
Hat von euch schon einmal jemand eine Werkreihe abgeschlossen, bei der die Bedingungen ehrlich waren, die Anstrengung real war, das Ergebnis aber nicht deine Handschrift trug? Wie seid ihr mit diesem Gefühl umgegangen und konntet wieder zum Bearbeiten oder Erstellen zurückkehren, ohne es zum nächsten Projekt werden zu lassen?
Manchmal stimmen die Bilder des Tages nicht mit meinen Erwartungen überein.
Und an anderen Tagen übertreffen die Bilder meine Erwartungen.
Licht hat seinen eigenen Kopf und kümmert sich keinen Deut um meine Erwartungen.
Geh wieder nach draußen, ohne Erwartungen, und sieh zu, wie deine Magie Wirklichkeit wird.