Wenn du Farbe aufgreifst und alles, was du kennst, auseinanderzufallen scheint
Jedes Mal, wenn ich mich außerhalb meiner Graphit-Komfortzone bewege und versuche, Farbe in eine Zeichnung zu bringen, fühlt es sich an, als würde mein Gehirn streiken. Ich kann Formen konstruieren, ich kann selbstbewusste Linien aus der Schulter heraus ziehen, ich kann eine ganze Seite voller Kästchen und Zylindern durcharbeiten, ohne zu zucken. Aber sobald ich einen Farbstift oder sogar ein einfaches Marker-Set aufhebe, schwindet all dieses Selbstvertrauen einfach.
Ich verstehe wirklich nicht, wie Farbe in der Praxis funktioniert. Was den Wert angeht, das ist einfach Licht und Dunkel. Aber echte Farbtöne zu wählen, sie nebeneinander so anzuordnen, dass sie nicht matschig oder cartoonhaft wirken, herauszufinden, wie warme und kalte Farbtemperaturen in eine Form hineinspielen. Es ist, als müsste man das Zeichnen völlig neu von Null an lernen.
Für diejenigen von euch, die aus dem Zeichnen kommen und sich schlussendlich mit Farbe anfreunden konnten: Was hat euch wirklich geholfen, dass es klickt? War es formales Farbtheorie-Studium oder eher so ein Weg, 'einfach damit anzufangen, Skizzenbuchseiten mit schlechten Farbstudien zu füllen'?