Painting

Wann hältst du in der hässlichen Phase durch – und wann ziehst du dich zurück?

Übersetzt aus English

Jedes Acrylbild, das ich male, erreicht ungefähr in der zweiten oder dritten Schicht einen Punkt, an dem es wie ein völliges Chaos aussieht. Die Untermalung blitzt an seltsamen Stellen durch, die Werte prallen miteinander, und nichts wirkt so, wie ich es mir vorgestellt habe. Für mich passiert das in der Regel direkt nachdem ich meine großen Formen blockiert habe und transparente Farbschichten über diese getrockneten Abschnitte auftrage.

Früher geriet ich in diesem Stadium in Panik und überarbeitete alles, indem ich immer mehr opake Schichten darauflegte, um es zu „beheben“. Jetzt vertraue ich größtenteils dem Prozess und mache weiter, weil ich weiß, dass die nächste Lasur die Dinge wieder zusammenbringen wird. Ehrlich gesagt gibt mir manchmal schon eine Stunde Abstand oder sogar einen ganzen Tag neue Augen, die ein Gemälde vor schlechten Entscheidungen aus Frustration bewahren.

Ich habe immer noch kein klares Regelwerk dafür, wann man durchhalten soll und wann man sich zurückziehen sollte. Wie gehst du mit dieser unangenehmen Zwischenphase um? Hast du ein persönliches Signal, das dir sagt, den Pinsel abzulegen, oder legst du einfach weiter Schichten darauf und vertraust darauf?

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Dieser Moment, den du beschrieben hast, bei dem die Untermalung an Stellen durchscheint, die du nicht geplant hast, und die Tonwerte zu streiten scheinen, kann sich dieser spezielle Abschnitt weniger wie Schaffen anfühlen und eher wie Verlieren. Es ist leicht, das Durcheinander als Urteil über das ganze Werk zu lesen, als Beweis dafür, dass das, was du dir vorgestellt hast, immer unerreichbar war.

Aber es gibt etwas, das es wert ist, in deinen eigenen Worten festzuhalten. Du hast gesagt, du bist früher in Panik geraten und hast Schichten aufgetragen, um es zu reparieren, und jetzt gehst du größtenteils durch den Prozess. Diese Veränderung kam nicht davon, dass die Arbeit plötzlich leichter wurde. Sie kam davon, dass du gelernt hast, etwas länger im Unbehagen zu verweilen, dem Werk zu gestatten, zunächst falsch auszusehen, bevor es aussieht, wie es wirklich ist. Das ist eine stille, hart erkämpfte Form des Wachstums, und sie ist real.

Die unschöne Phase ist kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist. Manchmal ist es einfach der Abstand zwischen dem, was du in deinem Kopf sehen kannst, und dem, was das Werk bereit ist, dir zu zeigen. Du darfst in dieser Lücke stehen, ohne dich zu hetzen, sie zu schließen.

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