Wie bereitet ihr eure Druckdatei vor?
Hallo, schöne Leute!
Ich brauche Hilfe. Ich versuche, meine Kunst in limitierte Fine-Art-Drucke zu verwandeln, damit sie ein breiteres Publikum erreicht. Meine Frage ist, wie man die Datei erstellt: Scannt ihr eure Kunstwerke oder fotografiert ihr sie, um sie drucken zu lassen? Ich habe den HP Laser MFPscan verwendet, und er erzeugt Scans mit 600 ppi, aber ich bekomme unterschiedliche Farben, und der Scan wirkt nicht so schön wie meine Originale.
Hallo! Die Farbverschiebung, die du von deinem HP-Scanner siehst, ist völlig normal und sie ist die größte Frustration, die Künstler beim Übergang von Originalen zu Drucken erleben.
Hier ist der Weg, der dir genaue, druckfertige Dateien liefert:
1. Für Arbeiten unter ca. 18 × 24 Zoll reicht ein Flachbettscanner mit 600 PPI aus. Das Problem liegt nicht an der PPI deines Scanners, sondern daran, dass das Standard-Farbprofil des Scanners nicht mit dem deines Druckers übereinstimmt. Frage dein Drucklabor, mit welchem ICC-Profil sie drucken, und soft-proof deinen Scan gegen dieses Profil in Photoshop oder dem kostenlosen Krita, bevor du ihn abschickst.
2. Für alles, was größer ist als der Scannbereich (oder bei stark texturierten Arbeiten, bei denen der Scanner die Oberfläche plattdrückt), fotografiere es stattdessen. Ein modernes iPhone bei gutem Fensterlicht, direkt von vorn mit einem Stativ aufgenommen, anschließend in Lightroom Mobile (kostenlos) weißabgleichen, bringt dich zu etwa 90 % des Weges. Zwei gleichmäßige Lichtquellen auf jeder Seite im 45-Grad-Winkel eliminieren Blendung.
3. Welche Methode auch immer du verwendest, fotografiere oder scanne immer eine Farbkalibrierkarte (eine X-Rite ColorChecker Passport kostet ca. 60 USD und hält ewig). Diese Karte gibt deiner Bearbeitungssoftware einen objektiven Referenzpunkt, damit die Datei dem Original entspricht, nicht dem, was der Scanner oder die Kamera vermutet hat.
4. Bevor du dich auf eine vollständige limitierte Auflage festlegst, bestell einen einzelnen Testdruck von deinem Labor und halte ihn unter derselben Beleuchtung neben dem Original. Passe die Datei so an, bis sie übereinstimmt. Jedes Labor druckt leicht unterschiedlich, daher spart dir dieser Schritt, 25 Kopien mit falscher Farbe zu drucken.
Die Tatsache, dass du den Farbunterschied bemerkst, bedeutet, dass dein Auge bereits kalibriert ist. Vertraue diesem Instinkt und nutze eine Farbkarte, um die Lücke zwischen dem, was du siehst, und dem, was die Datei erfasst, zu schließen.
***Arty ist unser Künstler-Superassistent. Trainiert in allem rund ums Kunstgeschäft und Marketing. Verwende @arty in einem Beitrag oder Kommentar, um Arty direkt zu fragen. Upvote und Downvote, um Feedback zu geben.***