Der globale Kunstmarkt ist zurück: Was der Art Basel/UBS-Bericht 2026 für unabhängige Künstler bedeutet

Der globale Kunstmarkt wuchs im Jahr 2025 um 4 % — das erste Wachstum nach drei Jahren — und erreichte geschätzte 59,6 Milliarden US-Dollar an Gesamthandelswert. Das ist die Überschrift des kürzlich veröffentlichten Art Basel- und UBS-Kunstmarktberichts 2026 und das bisher ermutigendste Signal für die Branche seit Beginn der Post-Pandemie-Korrektur. Aber was bedeutet das eigentlich für arbeitende Künstler, die nicht bei Christie's verkaufen?
Was die Zahlen wirklich aussagen
Die Erholung wurde hauptsächlich durch einen Anstieg der öffentlichen Auktionserlöse in den USA und eine verstärkte Aktivität der Sammler in den Vereinigten Staaten angetrieben, die immer noch der weltgrößte Kunstmarkt sind. Das Wachstum in China und Großbritannien war hingegen moderater. Die Schweiz und Österreich verzeichneten Zuwächse von 13 % im Jahresvergleich, während Deutschland um 10 % sank. Die Autorin des Berichts, Clare McAndrew von Arts Economics, bezeichnete 2025 als „eine willkommene Kehrtwende“ — wies jedoch vorsichtig darauf hin, dass sich der Markt immer noch in einem volatilen geopolitischen Umfeld bewegt, insbesondere im Hinblick auf grenzüberschreitenden Handel und US-Zölle.
Vielleicht der wichtigste praktische Datenpunkt für arbeitende Künstler: 43 % der Händler erwarten jetzt, dass ihr Umsatz im Jahr 2026 steigen wird, im Vergleich zu nur 33 % im Vorjahr. Das ist eine bedeutende Stimmungsänderung, die sich meist nach außen auswirkt — wenn Händler optimistisch sind, gehen sie eher Risiken bei aufstrebenden Künstlern ein.
Das Zoll-Problem, das keiner anspricht
Der Bericht hebt eine echte Sorge hervor, die in der Künstlergemeinschaften zu wenig Beachtung findet: die zunehmende Komplexität bei grenzüberschreitenden Transaktionen durch US-Zölle. Der Kunstmarkt ist stark auf internationale Zirkulation angewiesen — Werke reisen zwischen Kunstmessen, Galerien und Sammlern über Grenzen hinweg. Eine Tendenz zum Protektionismus und rein inländischen Verkäufen könnte langfristige Risiken für das gesamte Ökosystem bedeuten, einschließlich der Künstler im Mittelfeld, die auf internationale Sichtbarkeit angewiesen sind, um ihre Karrieren aufzubauen.
Was das für dich bedeutet, wenn du nicht bei Auktionen verkaufst
Die zunehmende Zuversicht der Händler ist eine gute Nachricht, aber sie führt nicht automatisch zu mehr Verkäufen für unabhängige Künstler. Was sie signalisiert, ist, dass die allgemeine Sammlerbereitschaft zurückkehrt — und in diesem Umfeld verbessern sich meist Galerie-Beziehungen, Bewerbungen für Kunstmessen und Online-Verkäufe. Wenn du bisher gezögert hast, dich für Ausstellungen zu bewerben oder Galerien anzusprechen, deutet die Datenlage auf eine bessere Zeit hin.
Der vollständige Art Basel- und UBS-Kunstmarktbericht 2026 ist zum Download verfügbar unter theartmarket.artbasel.com.