Blog: Warum Kreativität nicht dein Problem ist, sondern dein System.
Es ist nicht genau Marketing oder so etwas Ähnliches, sondern es geht um einen tiefen Blick in meine Suche nach der Frage: Was ist Kunst? Und über die aktuelle Arbeit mit Coaching für Menschen, die sich entwickeln möchten, und die sehr bewährte Situationsbewertung: das hat die Büchse der Pandora geöffnet.
\nIch habe begonnen, darüber zu reflektieren, und so ist ein Blog entstanden. Daher gehört es hierher in diese Kategorie.
\nWenn ihr Impulse, Ideen oder Lust habt, etwas beizutragen, würde ich mich sehr darüber freuen. Schreibt eure Geschichten an: contact@annetheilkeart.com oder per WhatsApp.
\nAlso....
\nHeute präsentiere ich den ersten Blog zu einem meiner Lieblingsthemen der Gegenwart. Er hat noch keinen eigentlichen Titel – nur den Inhalt. Gegenwärtig untersuche ich die Beziehung zwischen überforderten Menschen – und aus der Perspektive der Künstler, die Kreativität und Spontanität als etwas Natürliches wahrnehmen und daher Ausdruck zulassen.
\nUnd dann gibt es noch all die anderen, die versuchen, sich ihren Weg durch Kontrolle zu verschaffen.
\n\nDies ist nur der erste Teil – in dem ich einige Phänomene zusammenstelle. Schlagwörter wie: Improvisation, Kreativität, Depression, ADHS, Chaos, Genies...
\n\nWarum bleibt das hier überhaupt mit dem Thema verbunden? Weil wir verstehen müssen, warum und wie Marketing funktioniert. Und wenn wir auf die Frage 'Was ist Kunst?' stoßen und mögliche bislang vernachlässigte Aspekte analysieren, kann das helfen. Es hilft zu verstehen, wer Kunst braucht, will und kauft.
\n\nIch freue mich, dass ihr an der Diskussion teilnehmt.
Die Systemfrage trifft anders, wenn man sie durch Überwältigung statt durch Zulassen rahmt. Ich beobachte genau diese Spaltung darin, wie Menschen mit Objekten arbeiten: Diejenigen, die versuchen, jede Variable im Bildrahmen zu kontrollieren, gegenüber denen, die dem Lampenschirm einfach das tun lassen, was er unter warmen Glühbirnen tun will, und einfach reagieren. Die kontrollierten Aufnahmen vermitteln selten das gelebte Gefühl, das etwas wie Geschichte erscheinen lässt.
Dein Pandoras Box-Moment trifft zu. Sobald man anfängt zu fragen, was Kunst tatsächlich ist, kann man nicht mehr unsehen, wie Menschen entweder ihren Prozess bekämpfen oder ihm vertrauen. Der ADHD / Chaos / Genie-Thread, den du anschneidest, scheint darauf hinauszulaufen, wer Struktur braucht und wer darunter erstickt.
Ich bin gespannt, wohin der nächste Teil mit dem Improvisationswinkel geht. Einige meiner besten Lampenaufnahmen entstanden, weil ich aufgehört habe zu inszenieren und darauf reagiert habe, wie das Licht bereits gefallen ist.
In der Tat ist es ein hervorragender Ansatz. Was du beschreibst mag am Ende abstrakt erscheinen: die Form der eigentlichen Improvisation. Das Ergebnis der Ansammlung von Erfahrungen. Solange du dich in einer Ebene der Kontrolle befindest und dich darauf konzentrierst, was technische Lernerfahrungen sein könnten, benötigst du einen vorab festgelegten Plan, um zu verstehen, was du tun musst.
Und wenn du diesen Prozess beherrschst oder in der Lage bist, ihn fließen zu lassen, weil du ihn einfach kennst und ihn nicht mehr überbewertest, wirst du die Meisterschaft erreicht haben und improvisieren können. Improvisieren bedeutet, etwas so tief zu verstehen und zu beherrschen, dass du darauf vorbereitet bist, spontan auf etwas Neues zu reagieren und dabei die Werkzeuge deines Könnens zu verwenden.
Der Thread, zu dem ich mich traue, ihn wieder fortzusetzen, dreht sich eher um die Tatsache, dass das System sehr stark darauf ausgerichtet ist, mit der erwähnten «Kontrolle» zu funktionieren. Allerdings hat dies zu großen Fortschritten geführt und im Allgemeinen ist die Menschheit intelligenter geworden. Es hat ein Wachstum stattgefunden. Und gleichzeitig scheint (zumindest in Europa), dass bei etwa einem von vier Menschen ADHS, Depression oder beides diagnostiziert wird.
Und natürlich die Erfahrungen, die ich als Künstler in anderen Bereichen habe — wie Büroangestellte oder genau, diejenigen, die KEINE Künstler sind — in ihrem Alltag (der oft dieses Liebe, diese Faszination und diese Emotion vermissen lässt) neigen dazu, von innen heraus zu verrotten und sich sogar unglücklich zu fühlen. Sie brauchen Freizeit, usw.
Angesichts dessen stelle ich Menschen vor, die vielleicht unsere Welt radikal verändert haben — mit glänzenden Funken von Einfallsreichtum — und ja... Wann können diese entstehen?
Genau in einem freien Raum. Beim Denken. Mit anderen Worten, in einer Art Improvisation. Ähnlich wie die Kunst.