Der langsame Canvas-Flip trägt nichts zum Gemälde bei
Dieses Ding, bei dem jemand das ganze Werk von der Kamera abgewandt malt und es dann am Ende für eine große Enthüllung dreht? Ich denke, es untergräbt die Arbeit tatsächlich.
Was mich dazu bringt, jemandem beim Malen zuzusehen, ist der Prozess. Besonders bei Aquarell ist der interessante Teil zu sehen, wie eine nasse Lasur sich setzt, zu beobachten, wie Pigment beim Trocknen körnig wird, den genauen Moment zu erfassen, in dem jemand Farbe in einen noch nassen Bereich tropft. Das Enthüllungsformat versteckt all das hinter einem Gimmick. Du bekommst nur ein paar Sekunden 'ta-da' statt Minuten echter Handwerkskunst. Es macht das Gemälde zu einer Requisite für die Persönlichkeit des Malers.
Ich verstehe, dass es Spannung aufbaut. Ich verstehe, dass Spannung das Engagement antreibt. Aber ich sehe mir lieber zu, wie jemand mit einer Blüte kämpft, die ihm entglitten ist, als dreißig Sekunden der Rückseite der Leinwand zu ertragen. Das Durcheinander ist der gute Teil.
Vielleicht bin ich einfach ungeduldig, oder vielleicht denke ich, dass Gemälde es verdienen, beobachtet zu werden, während sie zu sich selbst finden. Überzeuge mich.
Ja, meiner Meinung nach ist es eine totale Zeitverschwendung. Es trägt nichts zum fertigen Produkt bei. Mir gefällt der Schritt-für-Schritt-Ansatz, auch wenn er nicht richtig umgesetzt wird.