Beschreibung
Etwas Lebt Hier Noch erforscht das Fortbestehen in einer Landschaft, die verändert, verwundet oder verlassen erscheint.
Tiefe Schwarztöne, Purpurtöne und gedämpfte Erdtöne schaffen eine Atmosphäre der Unsicherheit, während leuchtend rosa- und violette zelluläre Formen aus der Dunkelheit hervortreten wie Fragmente eines unbekannten Organismus, der sich weigert zu verschwinden.
Die Formen schweben zwischen dem Erkennbaren und dem Unbekannten. Sie können Korallen, Gewebe, mikroskopisches Leben, Mineralformationen oder etwas völlig Vorstellbares andeuten. Diese Mehrdeutigkeit ist beabsichtigt: Das Gemälde zeigt nie genau, was überlebt, sondern nur, dass etwas überlebt.
Unter seiner dunkleren Oberfläche geht es letztlich um Ausdauer. Das Leben wird nicht als makellos oder siegreich dargestellt, sondern als anpassungsfähig – von seiner Umgebung verändert und doch fortbestehend.
Etwas Lebt Hier Noch fordert den Betrachter auf, über die augenblickliche Verwüstung hinauszusehen und die Beweise der Fortdauer zu bemerken, die in ihm verborgen liegt. Selbst nach Transformation, Verlust oder Umwälzung bleibt etwas bestehen – und etwas lebt hier weiter.