© 2026 Art Storefronts
v4.4.25
Buntglas und Harz auf Leinwand 100 x 100 cm - 2024 In dem stillen Tanz der vergehenden Tage taucht die Entschuldigung auf, die uns tröstet und lähmt: "Ich habe keine Zeit." Es ist das moderne Mantra, die Rüstung der Trägheit, der Zufluchtsort jener, die das Leben aufschieben. Im Zentrum steht die Sanduhr – das unerbittliche Symbol des Übergangs – läuft nicht, sie verschlingt. Jedes Sandkorn ist eine Entscheidung, die nicht getroffen wurde, ein Wort, das nicht gesprochen wurde, ein Schritt, der nie gegangen wurde. Doch die Zeit, du armes Ding, ist unschuldig. Es ist nicht die Zeit, die uns aufhält. Es ist die Schlange, die Gift in unseren Köpfen flüstert: "oh, ich habe keine Zeit", "oh, ich kann nicht, ich habe schon Dinge vor mir", "oh, ich kann es heute nicht tun". Es gibt sie, aber sie sind grün... Bevor man sich versieht, ist die Zeit vergangen und du hast nichts aus deinem Leben gemacht. Leere Leben ohne jegliches Interesse. Eng zusammengedrängt, werden sie durch die hier verbrachte Zeit zusammengefasst. Diese Schlange, die in vielen von uns lebt, verpackt in Rechtfertigungen, schlängelt sich durch unsere Gedanken, ohne jemals zu schweigen. Sie schreit nicht, aber sie überzeugt. Und so schieben wir das Wesentliche auf. Das Gemälde ist abstrakt, aber die Botschaft ist klar: Wir werden nicht von der Zeit verschlungen, sondern von der bequemen Lüge, dass wir sie nicht haben. Wenn man genau hinsieht, sieht man vielleicht, dass die Zeit hier ist. Sie ist schon immer da gewesen. Wartet darauf, dass wir sie nutzen.
Meine Malerei lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Farbe und Bewegung