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v4.4.25
Alg@rithmus wird durch eine Kette von Dualitäten artikuliert, abgeleitet aus Binärcode, verstanden als Metapher für eine digitale Gesellschaft, die polarisiert ist und einer ständigen Sättigung mit Informationen ausgesetzt ist. Konfrontiert mit einer auf gegensätzlichen binären Werten -0/1, true/false - basierenden Logik richtet das Projekt seine Aufmerksamkeit auf das centesimale Intervall: den Bruchteil, in dem der Code zerbricht und seine Wirksamkeit verliert. Diese Verschiebung verortet die Praxis in ein Gebiet der Ununterscheidbarkeit, in dem Materialität der algorithmischen Lesung entgeht. Von diesem Punkt an erzeugt die Forschung eine fortwährende Spannung zwischen dem Organischen und dem Künstlichen: zwischen dem Natural Alga -Posidonia oceanica, allgemein als Alge angenommen, obwohl sie eine Meerespflanze ist- und dem AAA-Metaheuristik-Bio-Algorithmus (Artificial Algae Algorithm). Diese Begegnung ist nicht als binäre Opposition eingefasst, sondern als Reibung zwischen jahrtausendalter biologischer Erinnerung und zeitgenössischer Logik, zwischen materieller Dichte und der Abstraktion der Berechnung. Material Tar wird sowohl in Glasuren als auch in seiner maximalen Dichte der Okklusion verwendet. Informationell Korumpierte Codes mit induzierten Fehlern, Empfehlungsalgorithmen, Pseudocode, voreingenommene Werbung und Hashtags. Aurelia Istrati Als synthetische Entität, unfähig, Materie zu verarbeiten, verlässt sie die Berechnung und führt Fehler als menschlich geprägte Unvollkommenheiten ein. Als performative Erscheinung in sozialen Medien kritisiert sie das idealisierte Simulationsmodell des zeitgenössischen Selbst. Als offizielle Kuratorin von Alg@rithmus hinterfragt sie ironisch die Mechanismen der Validierung und Zertifizierung in der zeitgenössischen Kunst. Systemformate Leinwände – Bildnerischer und konzeptioneller Kern in sedimentierten Schichten. Pot_Art - Der Behälter als Verbindungsknoten und materielle Dichte. PET_Art - Eine reaktive Großstruktur. Copilot kann Fehler machen 2 Standortbezogen - Das System wird als räumliche Installation eingesetzt. Black States / Mare Nostrum Black States fungieren als Ursprung und Schwelle: Nullzustand, anfängliche Dichte, materielle Stille, von der aus das System aktiviert. Mare Nostrum funktioniert als lebendige Lösung: Flaschen, die Überreste von Wasser und Salz enthalten und geschlossene Mikroklimata erzeugen, in denen Zeit, Verdunstung und Materialtransformation ein Bild von zerbrechlichem und anhaltendem Leben erhalten. Wenn Black States die Schwelle ist, stellt Mare Nostrum seinen letzten Atemzug dar. Schluss Alg@rithmus präsentiert sich nicht als Serie isolierter Arbeiten, sondern als eine kritische Position: eine materielle Lektüre der Illusion digitaler Ordnung, der künstlichen Intelligenz verstanden als Simulation, und der binären Logik als der dominierenden Struktur des zeitgenössischen Denkens. Das Projekt schlägt vor, Bruch, Fehler und Kontamination als Räume des Widerstands zu bewohnen. Gegen das Versprechen der Kontrolle setzt es Komplexität frei; gegen Stabilität, Spannung; gegen Abgeschlossenheit ein offenes System, das sich ausdehnen kann, ohne die Dichte zu verlieren.
Investigo la tensión entre datos digitales y materia física mediante sistemas algorítmicos que materializo en esculturas e instalaciones. Mi obra invita a reflexionar sobre cómo la información circula y transforma nuestro entorno cotidiano.