Beschreibung
Ich habe 'Wo der Stein zu atmen beginnt' als Erforschung des stillen Lebens geschaffen, das in scheinbar festen Formen enthalten ist. Die weit ausladenden Bögen und die geschichteten Texturen deuten darauf hin, dass Stein von Zeit, Druck und elementaren Kräften geformt wurde. Doch unter ihrem Gewicht und ihrer Struktur gibt es ein Gefühl der Bewegung — als ob die Oberfläche sich langsam öffnet, atmet und zu etwas Neuem wird. Ich war von dieser Spannung zwischen Beständigkeit und Transformation fasziniert: das Gefühl, dass selbst die dauerhaftesten Materialien einen inneren Rhythmus tragen. Die Farbpalette aus Bronze, Ocker, Bernstein, Creme und Anthrazit verbindet das Werk mit Mineraloberflächen, verwitterter Erde und der Wärme des Lichts, das über den Stein gleitet. Dunkle Abschnitte schaffen Tiefe und Geheimnis, während die erleuchteten Bereiche aus dem Inneren zu emporsteigen scheinen und ein Gefühl des stillen Erwachens vermitteln. Für mich spiegelt dieses Kunstwerk die Momente wider, in denen Veränderung fast unmerklich beginnt. Es spricht von der Möglichkeit, dass Transformation nicht immer dramatisch eintrifft; manchmal beginnt sie als subtile Verschiebung unter der Oberfläche — ein erster Atemzug, ein Schimmer von Licht oder das Erwachen von etwas, das darauf gewartet hat, hervorzukommen.