Beschreibung
„Drift“
Auf den ersten Blick scheint „Drift“ eine ruhige Küstenlandschaft zu sein: kleine Boote ruhen auf stillem Wasser, sonnenwarme Hügel, Palmen, die das Licht einfangen, Flaggen, die in einer sanften Brise wehen. Aber wer näher hinsieht, bricht die Gelassenheit. Dunkle Formen treiben über die Oberfläche – verschlungene Massen von Textilabfällen, die Überreste weggeworfener Fast Fashion aus dem Globalen Norden.
Dieses Gemälde wurzelt in meiner gelebten Erfahrung in Ghana, wo ich die Folgen des globalen Überkonsums sehe, die an wunderschönen Küstenlinien an Land gespült werden. Ein einfacher Hafenblick wird zu einer stillen Anklage: von Lieferketten, die den meisten von uns unsichtbar bleiben, von Kleidung, die mit schockierender Geschwindigkeit produziert und entsorgt wird, und davon, wie Umweltzerstörung so oft in Gemeinschaften exportiert wird, die am wenigsten Macht haben, sich zu wehren.
Eine Flagge trägt eine Bitte – „Gott schütze uns“ – eine Erinnerung daran, dass Glaube und Widerstand dort stehen, wo Regulierung und Verantwortung fehlen. In Drift sitzen Schönheit und Unbehagen Seite an Seite. Das Gemälde fordert dich auf, beides zu fühlen: die Anziehungskraft der Landschaft und die unbequeme Wahrheit, dass das, was wir wegwerfen, nicht verschwindet. Es treibt dahin, landet und formt das Leben und die Lebensgrundlagen von Menschen anderswo neu.