Beschreibung
Zwischen Verletzlichkeit und Zuflucht liegt ein Raum, der sich nicht leicht beschreiben lässt. Es ist der Ort, den wir suchen, wenn die Last des Lebens zu schwer wird, um sie allein zu tragen.
In diesem Werk erscheint die menschliche Gestalt sowohl zerbrechlich als auch widerstandsfähig. Frakturen ziehen sich durch den Körper wie eine Landkarte der Erfahrung — Spuren von Verlust, Liebe, Zeit und Überleben. Um die Figur herum und sie stützend, deutet ein tiefes blaues Feld auf eine Gegenwart hin, die zugleich schützend und geheimnisvoll ist. Ob man es als Mitgefühl, Erinnerung, Gnade oder die heilende Kraft menschlicher Verbindung versteht, bleibt absichtlich undefiniert.
Wie bei vielen meiner Arbeiten nimmt das Bild die Schwelle zwischen Repräsentation und Abstraktion ein. Die Figuren bieten einen Einstiegspunkt, doch die Bedeutung ergibt sich aus den eigenen Erfahrungen und Assoziationen des Betrachters. Anstatt Antworten zu geben, lädt das Gemälde dazu ein, über jene Momente nachzudenken, in denen wir zerbrochen sind, und jene seltenen Momente, in denen wir uns gehalten fühlen.