Beschreibung
Ich arbeite vorwiegend in Malerei, digitaler Collage und Mixed-Media-Techniken und kombiniere von Hand aufgetragene Pigmente, Vergoldungen, gefundenes Bildmaterial und digitale Nachbearbeitung zu mehrschichtigen Oberflächen und Installationen.
Meine Praxis untersucht, wie vertraute visuelle Ikonen Überzeugungen tragen und diese komplizieren. Ich präsentiere erkennbare Fragmente populärer Bildsprache gegen texturierte, oft vergoldete Flächen, um zu zeigen, wie Oberfläche und Geschichte interagieren — wie Spektakel Vertrauen erzeugt, wie Nostalgie Künstlichkeit verschleiert. Beeinflusst von Illustrationen der Mitte des 20. Jahrhunderts, Pop-Strategien und historischen dekorativen Techniken untersucht die Arbeit die Grenze zwischen Ware und Mythos und lädt die Betrachter ein, neu zu überlegen, was sie in der Bildkultur als wahr oder autoritativ akzeptieren.
Technisch wechsle ich zwischen manuellen und mechanischen Prozessen. Ich male und collagiere, scanne dann und manipuliere digital, kehre dem Objekt mit Abrieb, Vergoldung und Markierungen zurück. Wiederholung und gespiegelte Kompositionen werden absichtlich verwendet: Verdopplung bricht die Kontinuität und enthüllt die Konstruktion; abgenutzte Oberflächen holen das Bild aus der polierten Perfektion zurück. Gefundenes und appropriiertes Bildmaterial wird neu kontextualisiert, statt treu zu reproduzieren, sodass sowohl Material als auch Motiv gleichermaßen sprechen — der Glanz von Gold und die Rauheit darunter sind gleichermaßen ablesbar.
Letztendlich vermittelt die Arbeit Skepsis gegenüber visueller Gewissheit, während sie die emotionale Anziehungskraft des Vertrauten anerkennt. Sie zielt darauf ab, Wiedererkennung und Neubewertung auszulösen und die Betrachter dazu aufzufordern, über oberflächliche Reize hinauszublicken und die Mechanismen nachzuspüren, die Bilder überzeugend machen.