Beschreibung
Wo der Blick kein Ende findet erforscht die Beziehung zwischen dem, was wir sehen, und dem, was jenseits unserer unmittelbaren Wahrnehmung bleibt. Die Landschaft öffnet sich zu einem Raum, der sich über seine sichtbaren Grenzen hinweg zu erstrecken scheint und das Auge dazu einlädt, über das Bild selbst hinauszugehen. Anstatt einen konkreten Ort zu beschreiben, verwandelt das Gemälde die Landschaft in einen inneren Raum. Farbe, Distanz und Offenheit werden zu Trägern von Erwartung und Möglichkeit. Was jenseits des Horizonts liegt, bleibt unbekannt — doch das Unbekannte wird nicht als Bedrohung dargestellt, sondern als Einladung. Das Werk fragt, wo die Wahrnehmung endet und die Vorstellung beginnt. Vielleicht ist jeder Horizont zugleich eine Grenze und der Anfang von etwas, das wir noch nicht sehen können.