Mein Name ist Janko Belaj, auch bekannt als “janimir”




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v4.5.19



Vier Jahrzehnte in Schwarzweiß bedeuten eine echte Verpflichtung. Die Zeile 'irgendwo zwischen Beobachtung, Erinnerung, Ironie und inszenierter Realität' — das gesamte Territorium, das es wert ist, verfolgt zu werden. Was reizt dich eher an inszenierten Momenten als an reiner Beobachtung?
Zuerst ein kleiner Hinweis zu meinem manchmal etwas unbeholfenen Englisch — es ist nicht einmal meine zweite Sprache. :)
Dann sollte ich darauf hinweisen, dass ich nicht wirklich über „inszenierte Momente“ spreche, sondern über „inszenierte Realität“. Ein winziger, aber wichtiger Unterschied. Ein inszenierter Moment könnte das Foto mit dem Titel „Four and a Half Men (Self-Portrait with a Cat)“ sein, aber das kommt in meiner Arbeit recht selten vor, da ich Fotografie normalerweise nutze, um auf das wirkliche Leben zu kommentieren.
Oft mache ich das mit der winzigen Figur von „Suicidal Mr. Bones“ — der gar nicht suizidal ist, denn als freundliches Skelett kann er einfach nicht sterben. :D
Aber um deine Frage vollständig zu beantworten, „Was zieht dich zu inszenierten Momenten gegenüber direkter Beobachtung?“, müsste ich wahrscheinlich einen Aufsatz schreiben. Nicht unmöglich, nur nicht in diesem Moment. :)
Die kurze Version ist, dass ich die Natur und Landschaften liebe und sie gerne fotografiere, während ich nach dem suche, was ich als Texturen des Wetters bezeichne. Und jene „anderen“ Fotografien — aus Serien wie „My Hat“, „Suicidal Mr. Bones“ oder „Meals and Drinks. Before“ — sind, in gewisser Weise, Karikaturen der Realität.
Willkommen Janko, gespannt darauf, zu sehen, was du hier mitbringst.
Vier Jahrzehnte in der Schwarzweißfotografie bringen dich in einen seltenen Bereich. Die Balance, die du zwischen Beobachtung und inszenierter Realität beschreibst, ist der Ort, an dem die spannendsten Arbeiten entstehen.
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Vier Jahrzehnte, in denen diese Linie zwischen Beobachtung und inszenierter Realität durchgezogen wird – das ist die Kalibrierung, die sich in der Arbeit zeigt. Die Schwarzweiß-Verpflichtungen ziehen Spuren durch das Werk. Mich interessiert besonders, was dich an der Schnittstelle von Erinnerung und Ironie anzieht, da diese beiden nicht immer gut miteinander auskommen, die Spannung aber in der Regel etwas Interessantes am Bild bewirkt.
Ich würde nicht genau von einem „Schnittpunkt“ (zwischen Erinnerung und Ironie) sprechen, sondern eher von einer „Existenz“ (durch Fotografie) zwischen Beobachtung (einer Landschaft zum Beispiel), die Erinnerungen aufbaut und anregt, und der Schöpfung (vielleicht Karikaturaufnahmen*) von Ironie durch inszenierte Realität.
* Und nochmals: Mein Englisch ist etwas unbeholfen: Mit „Karikaturaufnahmen“ meine ich nicht Fotos, die jemand übermalt, sondern eher Fotos, die als Karikatur des Lebens wirken. (Witz, Ironie, Zynismus, Traurigkeit, Reue, Unzufriedenheit, Freude... Es hängt vom Moment/Ereignis ab, das mich inspiriert.)