Jacques-Louis David born — 1748
Am 5. September 1748 wurde Jacques-Louis David in Paris geboren, der Maler, der zur prägenden visuellen Stimme des revolutionären Frankreichs werden würde.
David arbeitete unter dem Rokoko-Meister François Boucher, lehnte dessen dekoratives Übermaß jedoch zugunsten eines strengeren, moralisch aufgeladenen Neoklassizismus ab. Seine Leinwände, Der Eid der Horatier und Der Tod des Marat, wurden zu Propagandamotoren der Französischen Revolution, in denen römische Tugend mit zeitgenössischer Politik verschmolzen. Er diente als Abgeordneter im Nationalkonvent, stimmte für die Hinrichtung von Ludwig XVI, und wurde später Napoleons offizieller Maler, wobei er Krönungen und Triumphe auf dem Schlachtfeld mit derselben kalten Präzision festhielt, die er einst für antike Helden reserviert hatte.
Davids Formklarheit und narrative Kraft legten die Vorlage fest, wie Maler politische Erinnerung gestalten können, eine Lektion, die in jedem Künstler nachhallt, der glaubt, dass eine Leinwand für eine bessere Welt plädieren kann.