© 2026 Art Storefronts
v4.4.24
Es gibt etwas an einer Wasserlilie, das mich immer dazu bringt, langsamer zu werden. Vielleicht ist es die Art, wie sie scheinbar mühelos zu treiben scheint, oder vielleicht das stille Selbstvertrauen einer Blüte, die auf ruhigem Wasser ruht und völlig unbeeindruckt von der Welt um sie herum ist. In Samtspiegel wollte ich dieses Gefühl festhalten — diesen sanften, vergänglichen Moment, in dem sich die Natur in ihrer Ruhe fast heilig anfühlt. Die reichen, purpurfarbenen Blütenblätter fielen mir zuerst ins Auge, nicht nur wegen ihrer Farbe, sondern auch wegen der Art, wie sie gegen das dunkle Wasser zu leuchten scheinen. Da ist eine Sanftheit in ihnen, aber auch eine Stärke. Ich liebe diesen Kontrast. Die Spiegelung unterhalb der Blüte verleiht dem Bild genau genug Geheimnis, damit man zweimal hinsieht, als ob das Motiv einen sanft darum bittet, innezuhalten und zu bemerken, was sich unter der Oberfläche verbirgt. Dieser kleine Schimmer der Reflexion verleiht dem Werk eine träumerische Qualität, fast wie eine Erinnerung, die man nicht ganz festmachen kann, aber nicht loslassen möchte. Was ich an diesem Druck der limitierten Auflage am meisten liebe, ist, wie etwas so Einfaches sich so friedlich anfühlen kann. Es ist nicht laut. Es muss auch nicht laut sein. Es sitzt einfach still da und lässt die Schönheit für sich selbst sprechen. Für mich ist das die wahre Magie — einen Moment der Ruhe in der Mitte all dessen zu finden und ihn lange genug zu bewahren, um ihn zu teilen. Ich stelle mir vor, dass dieses Werk einen Hauch von Stillstand in einen Raum bringen könnte, die Art ruhiger Gegenwart, die dich dazu einlädt, tiefer zu atmen und etwas länger zu verweilen. Es ist eine kleine Erinnerung daran, dass Schönheit sich nicht ankündigen muss. Manchmal treibt sie einfach dort, wartet darauf, bemerkt zu werden.