Beschreibung
Mit diesem Werk verschiebt sich die Untersuchung vom reinen geometrischen Fokus zu einer psychogeografischen Erfahrung.
Komposition und Zeichen: Die Struktur des Werks evoziert Spuren von städtischen Grundrissen oder verfremdeten Straßenschildern. Eine zentrale rosa-weiße Säule durchzieht die Leinwand und schneidet horizontale Bänder, die Kreuzungen, Richtungen und architektonische Grenzen andeuten.
Materie und Textur: Im Unterschied zur vorherigen Serie erzeugen Stuck und Acryl eine Oberfläche, die extrem unregelmäßig und 'gelebte' wirkt. Die materische Textur (in den seitlichen Details deutlich sichtbar) erinnert an abgenutzten Asphalt, abblätternde Wände und die chaotische Schichtung der modernen Stadt.
Chromatismus: Der Kontrast zwischen dem tiefen Schwarz des Hintergrunds und den leuchtenden Rosa- und Weißtönen schafft einen straffen visuellen Rhythmus, typisch für das nächtliche Stadtleben.
Technische Anmerkung: Das Werk wurde in Mischtechnik (Stuck und Acryl) auf Leinwand 40x40 cm realisiert. Die Kanten sind in Kontinuität mit der Oberfläche bemalt, wodurch das Werk rahmenlos ausgestellt werden kann.
Die Oberfläche weist unregelmäßige Voluten und natürliche Risse des Stucks auf, die den psychogeografischen Aspekt und die Ästhetik einer abgelebten und gelebten urbanen Landschaft betonen.