Noch nicht ganz fertig...


Die Menschenmassen waren an diesem Tag nicht groß - sehr zu meiner Überraschung.
Wir gingen die gepflasterten Straßen entlang, nahmen uns Zeit—stoppten bei Bäckereifenstern, betrachteten handgefertigte Stücke, suchten nach etwas Kleinem, das wir mit nach Hause nehmen könnten. Etwas, das das Gefühl dieses Ortes festhalten würde.
So fern von zu Hause. Ein anderes Land… und irgendwie fühlte es sich an wie eine andere Zeit.
Es war sicher, und es war die Art von Nachmittag, die man für immer bewahren möchte.
Und dann sah ich nach oben.
Ein roter Ballon, der am Himmel schwebte.
Hell. Still.
Ich sah meinen Ehemann an und deutete.
„Was?“ sagte er.
„Der Ballon… siehst du ihn nicht?“
Er folgte, worauf ich zeigte, verzog leicht die Augen, dann sah er wieder zu mir.
„Es ist kein Ballon. Wovon redest du?“
Ich antwortete nicht sofort.
Denn er war immer noch da.
Genau da, wo ich ihn gesehen hatte.
Ich warf einen Blick zurück zu ihm, dann nach oben, nur um sicherzugehen, dass ich ihn nicht nur eingebildet hatte.
Aber er hatte sich nicht bewegt.
Und irgendwie… war das schlimmer.
Die Straße ging weiter, als hätte sich nichts verändert – Leute, die redeten, gingen, lachten – aber etwas war anders geworden. Gerade genug, dass ich es unter allem anderen spüren konnte.
Als hätte sich der Moment in zwei gespalten.
Eine, in der alles noch sicher und einfach war…
…und eine, in der ich die Einzige war, die sehen konnte, was nicht dazugehört.