Mary Cassatt died — 1926
Am 25. November 1926, Mary Cassatt starb in ihrem Landsitz Château de Beaufresne, Frankreich, im Alter von 82 Jahren. Sie war seit über einem Jahrzehnt nahezu blind und konnte die Mütter und Kinder, die zu ihrem charakteristischen Motiv geworden waren, nicht mehr malen.
Cassatt war die einzige amerikanische Künstlerin, die formell eingeladen wurde, mit den französischen Impressionisten auszustellen, eine seltene Leistung für jede Frau in den 1870er-Jahren. Ihr Werk konzentrierte sich auf intime, alltägliche Momente des häuslichen Lebens, insbesondere die Bindung zwischen Müttern und ihren Kindern. Sie malte diese Szenen mit technischer Präzision und psychologischer Tiefe und hob Themen hervor, die männliche Künstler oft als trivial abgetan hatten. Über ihre eigene Praxis hinaus war Cassatt maßgeblich daran beteiligt, impressionistische Gemälde amerikanischen Sammlern zugänglich zu machen und den Geschmack einer Generation zu prägen. Ihr beharrlicher Anspruch, dass häusliche Motive ernsthafte künstlerische Beachtung verdienen, bleibt eine stille Herausforderung für jeden, der annimmt, dass bestimmte Lebensformen zu unbedeutend seien, um in der Kunst eine Rolle zu spielen.
